Der folgende Artikel gibt eine Übersicht, wie ich mein Nebengewerbe ShirtNerd basierend auf Print on Demand aufgestellt habe. Da sich der Markt weiterhin schnell ändert, bietet dieser Artikel nur eine Bestandsaufnahme, um ins Thema zu kommen. Nutze es als Starthilfe und Ideengeber, um einfacher deinen Anfang zu finden. Zudem gibt es natürlich nicht nur technologische Änderungen, sondern auch rechtliche, so dass hier keine rechtlich belastbaren Aussagen getroffen werden (also keine Rechtsberatung).

Aus meiner Sicht ist der wichtigste Faktor, Ideen für Designs zu haben. Alles andere lässt sich kosteneffizient auslagern, falls du dafür nicht das richtige Talent oder auch einfach nicht genügend Zeit hast. Sobald ein Design online verfügbar ist, hängt nur noch minimaler administrativer Aufwand dran. Somit lässt sich das Engagement auch mal pausieren, denn Bestellungen werden durch die Plattformen abgewickelt und nur die entsprechenden Umsätze werden berichtet.

Wenn es eine gewinnorientierte Aktivität ist, benötigst du ein Gewerbe, was durchaus über ein Nebengewerbe einfach umzusetzen ist. Zudem habe ich über N26 ein Business Konto eröffnet. Vielleicht ist das nicht zwingend notwendig, aber es vereinfacht mir auch die Buchhaltung, da alle Zahlungen über dieses Konto laufen. Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung habe ich als Tabelle in Google Docs umgesetzt und ist somit einfach erreichbar und gesichert. Da die PoD-Plattformen Umsätze direkt überweisen, sind Rechnungen relativ unkritisch. Ich habe mir aber ein Excel-Template erstellt, um diese erstellen zu können. Denn das Finanzamt erwartet trotzdem Rechnungen, wenn dazu Zahlungen eingegangen sind. Das dürfte wohl eher nur bei Prüfungen anstehen, aber trotzdem bin ich lieber vorbereitet, als später große Aufräumarbeiten zu haben.

Es gibt eine Reihe von PoD-Plattformen. Meine erste Idee hatte ich damals mit teezily umgesetzt, allerdings bin ich dann schnell zu Merch Amazon gewechselt, da die Designs dort direkt bei Amazon gelistet werden. Für Käufer gibt es dort den besseren Service und somit ist die Hemmschwelle geringer, Shirts zu bestellen. Allerdings musste man sich damals hierfür bewerbe und ich weiß nicht, wie einfach es ist, aktuell dort einen Account zu bekommen. Abschließen noch der Hinweis zu RedBubble, die eine wesentlich größere Auswahl an Produkten für Designs anbieten. Denn PoD ist nicht nur auf T-Shirts beschränkt.

Zur Erstellung der Designs bieten die Plattformen bereits einige Templates und Materialien. Grundsätzlich ist dabei darauf zu achten, dass eine hohe Auflösung erstellt wird. Nur so lassen sich verpixelte oder unscharfe Drucke vermeiden. Teilweise bieten die Plattformen auch integrierte Tools an, um die Grafiken auf die Produkte zu platzieren. Für die Erstellung der Designs empfehle ich zwei Wege:

  1. Über fiverr können Design-Aufträge gegeben werden. Hier kannst du Skizzen und Beschreibungen bereitstellen und einen Designer damit beauftragen, dir Entsprechendes zu erstellen. Schau am besten, dass du viele Review-Runden machen kannst, da die Ideen meist auf Englisch textuell sowie mit Skizzen erklärt werden. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit Md Aminul gemacht, aber es gibt natürlich noch viele anderen.
  2. Alternativ kannst du mit Gimp kannst du selbst Designs erstellen. Das freie Open Source Tool bietet sehr viele Möglichkeiten, aber es bedarf doch einiges an Einarbeitung. Da helfen dann Google und YouTube.

Nach dem Bereitstellen über die entsprechenden Plattformen können Bestellungen eingehen. Da die Suche der Plattformen allein wenig Umsatz verspricht, ist Werbung gefragt. Neben Eigeninitiativen über Netzwerk sowie Social Media können auch Affiliate Programme wie Amazon PartnerNet hilfreich sein. Durch personalisierte Links erhalten die Poster einen Anteil beim Verkauf, ohne dass der eigene Anteil des Designanbieters reduziert wird (somit kannst du Affiliate auch selbst zusätzlich einsetzen). Zudem können Werbekampagnen und Onlinewerbung hilfreich sein.