Egal was ich mir immer wieder vornehme, ein Faktor ist bei all den Punkten sehr wichtig: Die Selbstmotivation. Hier gibt es natürlich keine allgemeine Lösung, da jeder doch irgendwie anders tickt. Aber hier möchte ich zeigen, wie ich das bei mir machen. Und anscheinend ist es relativ erfolgreich, da ich ja neben meinem Job noch so einiges mehr mache.
Die Kurzbeschreibung wäre wohl ToDo-Listen. Aber natürlich gehe ich hier etwas genauer drauf ein.
Fangen wir klein an: für Punkte die ich an einem Tag erledigen möchte, schreibe ich mir eine kurze Liste. Hierbei achte ich darauf, dass kleine und einfache aber auch umfangreichere Punkte aufgeführt sind. Wenn ich zu Hause bin, sind dies oft kleine Notizzettel, die ich dann auch bei mir habe oder irgendwo zentral liegen. Wenn ich dann im Laufe des Tages sehe, was ich noch machen wollte, ist es einfacher, sich darauf wieder zu konzentrieren. Wichtig hierbei ist noch, dass ich oft gar nicht alle Punkte am Abend erledigt habe und es trotzdem motiviert. Denn wirklich zu sehen, was ich alles gemacht habe, gibt mir auch ein beruhigendes Gefühl, dann auch mal zu entspannen. Manche der offenen Punkte gehen dann auf die nächste Tagesliste. Andere erledigen sich dann doch von alleine oder sind dann doch nicht mehr wichtig, so dass ich sie gar nicht mache.
Für meine verschiedenen Idee und Projekte funktioniert dies natürlich nicht wirklich, da diese eher nicht an einem Tag zu erledigen sind. Hierfür nutze ich dann Trello, in welchem man verschiedene Boards anlegen und dort Schritte zur Abarbeitung definieren kann. Dieses kostenfreie Tool kenne ich u.a. von Kanban, einem System, wie man Abläufe optimieren kann. Allerdings nutze ich es nicht als Prozessoptimierung sondern als umfangreichere ToDo-Liste. Ich definiere verschiedene Schritte, um mir eine Übersicht zu verschaffen. Hier ein paar Beispiele, die fast immer enthalten sind:
- Backlog - Punkte, die ich mir noch machen will
- In Progress - naja, da bin ich also dran
- Done - alles was erledigt ist. Manchmal ist es hilfreich zu sehen, was auch bereits erledigt wurde
- Rejected - Punkte gegen die ich mich bewusst entschieden habe. Auch dies ist für mich wichtig, um eine klare Linie zu behalten.
Das Pflegen der Listen geht auch sehr gut vom Smartphone aus, da sie eine gute App haben. Zudem kann man hier auch kostenfrei Team-Boards erstellen, so dass man direkt mit anderen zusammen daran arbeiten kann.
Da diese Projekte und Ideen nicht unbedingt einen klaren zeitlichen Rahmen haben, mache ich mir noch eine weitere Liste - anscheinend stehe ich wirklich auf Listen. In eines meiner Notizbücher (und davon habe ich viele, da ich mir alles mögliche aufschreibe), setze ich mir klare Ziele für einen definierten Zeitraum - meist 6 oder 12 Monate. Dies sind klar messbare Ziele, die ich dann über den Zeitraum verfolge und die mich auf Richtung halten. Ich spreche nicht von guten Vorsätzen, die dann im Januar wieder ignoriert werden, sondern von Zielen. Es gibt also einen klaren Grund dafür (mein Nebengewerbe soll durchstarten, ich will meine Blutwerte verbessern um mich besser zu fühlen ...) und hiermit messe ich, ob ich es erreiche. Auch hier habe ich natürlich immer wieder Punkte dabei, die ich leider im Zeitraum doch nicht erledigen konnte. Aber dann überlege ich mir, warum es nicht geklappt hat und wie ich mir das Ziel besser setzen kann. Manchmal wird es dann auch zu einem Stretch Goal, so dass ich mir das Ziel noch höher setze, um meinen Ehrgeiz zu wecken.